Julia Hilt Signet

Typo-Kompendium — Erweiterung des eigenen typografischen Repertoires: Anwendung und Vertiefung der Mikro- und Markotypografie in systematischen Satzübungen

Fünf Kilogramm Typografie

projektinfo

Das typografische Kompendium ist das Ergebnis meiner intensiven und systematischen Auseinandersetzung mit Typografie. Auf insgesamt 780 Seiten findet sich in neun Kapiteln die systematische Exploration verschiedener Aspekte der Typografie und ihr Einsatz im (Werk-)Satz. Dabei behandelt jedes Kapitel ein typografisches Thema und umfasst ein Repertoire, das von reiner Zweckmässigkeit bis beginnender Verfremdung reicht. Das fünf Kilogramm schwere Kompendium ist komplett in Kris Sowersbys Feijoa gesetzt.

Neben der Erweiterung des eigenen typografischen Repertoires dient das typografische Kompendium vor allem der Vertiefung des detailtypografischen Wissens und der Perfektionierung des Handwerklichen: Hier wird intensiv gesetzt und experimentiert.

Systematisch variieren

Beginnend mit dem Aufbau eines Rasters und des Layouts versucht das typografische Kompendium anhand differenzierender Auszeichnung für Absätzen, Fußnoten oder Überschriften bis hin zu Bildlegenden diverse typografische Möglichkeiten aufzuzeigen. Weiterführend werden diese Möglichkeiten auch auf Marginalien, Tabellen, Biografien, Impressen und Inhaltsverzeichnisse angewandt, erweitert und umgestaltet.

Für jede der oben genannten Textkategorien sollten systematisch, möglich viele typografische Varianten entwickelt werden. Die Textauszüge dafür stammen aus »Welt der Schrift – Das 20. Jahrhundert in Europa und den USA« von Anita Kühnel, Jan May und Michael Lailach.

Dabei ging es nicht nur um eine inhaltlich bezugnehmende Gestaltung oder das Layout, sondern auch darum die Vielfalt der unterschiedlichen Möglichkeiten bis hin zur Unlesbarkeit zu erkunden. Ziel dieser Fingerübungen ist es, neue und ungewöhnliche Lösungsmöglichkeiten für häufig wiederkehrende Textkategorien und Gestaltungsprobleme zu entdecken und zu sammeln.